Wichtig beim Umgang mit beißenden Frettchen ist auf alle Fälle Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Das keine körperlichen Bestrafungen des Frettchen die Folge sind, wenn es gebissen hat, versteht sich doch hoffentlich für jeden von selbst. Denn diese Bestrafungen würden das wenige Zutrauen, welches das Frettchen vielleicht noch zu Euch hat, weiter abschwächen oder für immer zerstören.

Die Gründe, warum Frettchen beißen, sind sehr verschiedenen und auch die Arten des Beißens!

  Welpen zwicken oft im Spiel sehr fest zu, da sie noch nicht gelernt haben, dass man nur bei anderen Frettchen mal fest zubeißen darf. Es dient zum Beispiel auch dazu untereinander Grenzen abzustecken und eine Rangordnung in der Welpengruppe herzustellen. Außerdem haben sie es in dem Alter noch nicht gelernt, das der Mensch ungenießbar ist.

  Junge Frettchen haben dann auch oft noch Phasen, wo sie bei den Geschwistern, den Eltern, anderen Frettchen und auch dem Menschen austesten, wie weit sie gehen können und auch da zwicken sie gerne sehr fest zu. Dabei schauen sie einen immer so schön unschuldig an, meine Frettchen tun es jedenfalls.

  Bei dem Biss der der Spielaufforderung dient, stürzt das Frettchen plötzlich auf einen zu, beißt oder zwickt irgendwo hin und läuft dann genauso schnell wieder weg.

  Die folgende Situation kennt bestimmt jeder. Erst wird man mehrmals von seinem Frettchen abgeleckt, dann wird etwas an der Haut geknabbert, um plötzlich und völlig unverhofft mit einem Biss beglückt zu werden. Aber das ist schnell aufgeklärt. Bei der gegenseitigen Fellpflege lecken Frettchen sich untereinander ab, das konntet Ihr sicherlich schon beobachten. Dann knabbern sie im Fell des anderes Frettchens herum, was diese meistens friedlich über sich ergehen lassen. Sie empfinden es als Wohlbehagen und es festigt auch die Bande untereinander. Es bedeutet auch, das man sich gut leiden kann. Diese Gunst lassen sie auch "ihrem" Menschen zukommen, aber da wir kein Fell haben, knabbern sie dann eben an der Haut und dann zwickt es mehr oder weniger.

  Frettchen die nie richtig an die Hand gewöhnt wurden, die zu wenig Kontakt zum Menschen hatten, haben im Welpen und Jugendalter den richtigen Umgang mit uns dem Menschen nicht erlernt und es muss ihnen erst geduldig beigebracht werden. Das habe ich bei unserer Fanny sehr schmerzhaft erfahren müssen. Sie erwarben wir aus einer Zoohandlung, wo sie mit mehreren Frettchen auf engstem Raum gehalten wurde. Der Zoohändler traute sich nur mit dicken Lederhandschuhen in den Käfig hineinzufassen, weil alle fauchten und nach der Hand schnappten. Das einzige Frettchen, welches sich von ihm greifen ließ, hörte später auf Fanny. Die ersten vier Wochen war sie extrem bissig, einmal kappte sie beim Beißen mehrere Nerven in der Fingerkuppe meines rechten Mittelfingers, die heute noch ohne Gefühl ist. Trotzdem gab ich sie nicht auf und zu ihren Lebzeiten bei uns war sie ein ganz ganz braves Mädchen und sehr verschmust.

  Dann gibt es noch das so genannte Angstbeißen. Verschreckte, ängstliche oder auch von Natur aus scheue Frettchen vollziehen dieses Angstbeißen. Aber auch Frettchen die von klein auf zu wenig Umgang mit dem Menschen hatten, beißen oft nur aus Angst zu. Oder Frettchen die schlecht und brutal behandelt wurden, beißen zu, wenn man sich ihnen nähert. Sie fassen dann die Annäherung als Bedrohung auf. Aber mit vielen Streicheleinheiten und sanften, nicht zu lauten Zureden kann man das beheben.

  Das Ranzbeißen ist ganz  besonders typisch für einzeln gehaltene Rüden. Die Rüden die sich in der Ranz befinden oder sehr kurz vor der Geschlechtsreife stehen, beißen oft zu und ver- suchen dann die Hand, den Fuß zu verschleppen. Normalerweise tun sie das gleiche beim Deckakt mit der Fähe. Sie wird im Nackenfell gepackt und vom Rüden durch die Gegend geschleift. Erst wenn die Paarung vollzogen ist, bleiben die Fähe und der Rüde ruhig liegen. Hat der Rüde aber nun keine Fähe an seiner Seite, versuchen sie sich sozusagen beim Menschen auszuleben, weil sie sehr stark unter dem Druck ihrer Sexualtriebe stehen.

  Wenn dein Frettchen nun aber ständig beißt oder zu heftig zwickt, dann solltest du sein Verhalten genau beobachten, um festzustellen, um welche Art des Beißens es sich handelt. Aber egal, welche Ursache es haben mag, ich kann mich da nur wiederholen, bewältigen kann man dies nur mit viel Geduld und viel Zutrauen zu seinem Tier.

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