Man unterscheidet drei Angora-Fell-Varianten:

"Vollangoras" haben keine Unterwolle und die typische Angoranase, mit deutlich längerem Haar in der Nase. "Dreiviertel- Angoras" gleichen dem Vollangora, haben aber keine Haare in der Nase. "Halbangoras" unterscheiden sich meist nur als Welpen oder im Winterfell von den normalen "Kurzhaarfrettchen" und haben auch etwas Unterwolle.

Die eigentliche Angorazucht begann im Jahr 1984 bei einem Züchter aus Skandinavien, der neue Frettchen zur Blutauffrischung aus aller Welt kaufte. Er erwarb zwei Rüden, die besonders groß und schön waren und ließ damit einige seiner Zuchtfähen decken.                     

Zu seiner Überraschung warfen diese Fähen dann Halbangorawelpen.

Mit diesen Tieren, er behielt sie alle, startete er eine neue Zucht. Später verkaufte er alle seine Frettchen an einen Dänen, der damit eine Frettchenfarm gründete und noch heute der einzige große Züchter von Angorafrettchen ist.

Bis 1998 verließen nur kastrierte Frettchen diese Farm.1999 wurde jedoch das TschG (Tier-schutzgesetz) in Dänemark geändert, welches die Kastration verbot. So kamen dann auch immer mehr Angorafrettchen nach Deutschland, die auch als Zuchtfrettchen verwendet werden sollten.

Jedoch ist die Zucht von Angorafrettchen nicht sehr einfach. Entweder haben die Fähen gar keine Milch oder die Milch enthält zu wenig Proteine. So müssen Angora-Welpen einer Ammenfähe untergelegt werden, die diese mit aufzieht.

Entweder, der Züchter hat eine Kurzhaarfähe, die selbst Junge hat, oder es wird eine Fähe durch Hormonspritzen “scheinschwanger” gemacht, damit sie Milch produziert.

Beide Varianten sind nicht zu tolerieren, da dies für die Ammenfähe in jedem Fall eine enorme physische und psychische Belastung darstellt und meiner Meinung nach schon unter dem Begriff "Qualzucht" einzuordnen ist.

Es soll feststehen, dass Angorafrettchen im Gegensatz zu Kurzhaarfrettchen ein sehr proteinhaltiges Futter benötigen. Es soll Züchter geben, die durch Fütterung eines spezielles Frettchenfutters aus Holland mit 40 % Protein keinerlei Probleme in der Aufzucht haben. Auch sollen Farmen in Dänemark ihre Frettchen mit Minkfutter füttern. Dieses Futter ist eine wahre Proteinbombe. In wie weit eine solch extreme proteinreiche Ernährung anderweitig zu Schäden führt, ist nicht bekannt.

Bei aller Freude an der Zucht von ungewöhnlichen, ansprechenden Farb- und Fellmutationen: Man sollte nicht vergessen, dass die Tierhalter und Züchter die Verantwortung für die Gesundheit ihrer Tiere tragen, und zudem nicht alle Mutationen die auftreten können auch gefördert werden sollten.                                                                 Text © Conny Schönewald

 

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