Das Skelett besteht aus einer langen biegsamen Wirbelsäule mit relativ kurzen Gliedmaßen. Der Brustkorb ist bedingt durch die Körperform lang und schmal. Die elastischen Rippen gestatten zusammen mit der biegsamen Wirbelsäule eine ausgezeichnete Beweglichkeit.

Frettchenskelett 1 Frettchenskelett 2

Frettchen haben normalerweise 14 Rippenpaare. Aber es kommt auch vor, das Frettchen 14 Rippen auf der einen Seite und 15 Rippen auf der anderen Seite haben. Die ersten 10 Rippen sind mit dem Brustbein verbunden und die restlichen 4-5 Rippenpaare bilden den Rippenbogen. Bei Frettchen sind die Rückenwirbel eingefasst von dem ersten Rippenpaar und dem Brustbein, deshalb ist der Einlass sehr eng. Da früher die Rückenwirbel größer und massiger waren, kann daher eine schmerzhafte Störung des normalen Schluckvorganges und gestörte Atemfähigkeit vorkommen.

Die Frettchenpfote

Für einen Sohlengänger besitzt das Frettchen relativ lange Zehenknochen. Jeder der vier Frettchenbranten (Füße) hat fünf Klauenzehen. Die erste Zehe von jedem Fuß hat nur zwei Zehenglieder, wohingegen jede andere Zehe drei hat. Die Klauennägel können nicht eingezogen werden wie bei Katzen, somit müssen sie regelmäßig gekürzt werden. Ich empfehle nicht generell die Krallen zu entfernen, da krallenlose Frettchen teilweise Schwierigkeiten mit der Bodenhaftung auf glatten Oberflächen haben.

Der Penisknochen

Männliche Frettchen haben einen Penisknochen (Os priapi), der wie ein "J" geformt ist und der beim ausgewachsenen Tier etwa 40mm lang ist. Die Form des Knochen kann zu Komplikationen mit der Harnröhre führen, wenn man mittels eines Katheters Harn entnehmen will.

Die Wirbelformel

Die Wirbelformel für das Frettchenskelett lautet: C 7 , T 15 , L 5 , S 3 , Cd 18.

C = Halswirbel (cervical ), 

 T = Rückenwirbel (thoracic) L = Lendenwirbel (lumbar),

CD = Schwanzwirbel(caudal)

 S = Kreuzbeinwirbel (sacral)  
Das Rückgrat

Das Rückgrat des Frettchens wird aus 48 Wirbeln, geteilt in 5 Abteilungen, zusammengesetzt; das Halsgebiet (7), das Brustgebiet (15), das Lendengebiet (5), das sakrale Gebiet (3) und schließlich das Schwanzgebiet (18). Im Vergleich mit anderen Säugetieren haben Frettchen und anderer Musteliden ein bisschen längere Wirbel. Das führt zu einem Rückgrat, das lang und geschmeidig ist, und deshalb die Flexibilität des Frettchen erhöht. Hier sind drei Abteilungen der Wirbelsäule des Frettchens ausführlicher erklärt:

Die Halswirbelsäule

Fast alle Säugetiere haben sieben Halswirbel. Die ersten zwei Halswirbel nennt man Atlas und Axis. Diese sind speziell ausgeprägt, um die freie Beweglichkeit des Kopfes zu erreichen. 

Der Atlas besteht aus einem Paar flügelartiger transversaler Knochenvorsprünge die sich zu dem Neuralkanal verbinden.

Der Axis andererseits besteht aus einem längerem Körper, einem großen langem Spinalfortsatz (processus spinosus) und einem kopfwärts (cranial) gelegenem Vorsprung, genannt Zahn (Dens), welcher exakt in das große Wirbelloch (foramen vertebrale) des Atlas passt.

Der Atlas bildet Knorpelverbindungen mit dem Hinterhauptsbein durch Gelenkvorsprünge. Solche Knorpelverbindungen gibt es auch zwischen Atlas und Axis. Diese Verbindungen erlauben es dem Kopf und dem Atlas sich um den Dens des Axis zu drehen.

Die restlichen Wirbel (3 bis 7) haben lange Körper und jeder Wirbel hat ein Loch (foramen), durch welches Blutgefäße und auch Nerven laufen. Der letzte Wirbel ist beim Frettchen besonders lang, um den Beutefang zu verbessern.

                               
Die Lendenwirbelsäule

Bei den fünf Lendenwirbeln werden die Körper und Transversalfortsätze schwanzwärts größer. Im Vergleich mit den Brustwirbeln haben die Wirbel hier einen längeren Körper aber kürzere Spinalfortsätze, welche generell eine Vorwärtskrümmung zeigen. Beim Frettchen im Speziellen, erlauben die kopfwärts (kongenial cranial) und schwanzwärts (caudal) gelegenen Gelenksfortsätze eine exzellente rückenwärtse und bauchwärtse (dorsoventrale) Streckung und Beugung. Die Muskulatur des Rücken ist sehr gut entwickelt und dies erklärt warum die Lendenwirbel solche großen flachen Transversalfortsätze haben.

Die Schwanzwirbelsäule

Es gibt 18 Schwanzwirbel in der Rute des Frettchens. Die ersten drei Wirbel bilden das Dach des Beckenkanals und unter dem zweiten und dritten Wirbel schützt ein Bogen die Hauptarterie und die Ader des Schwanzes. Die weiteren Schwanzwirbel nehmen in der Größe ab und sie werden in der Struktur stangenmäßig.

Die Knochen des Schultergürtels und der forderen Gliedmaßen

Diese Region besteht aus dem Schulterblatt (scapula), dem Schlüsselbein (clavicle), dem Oberarmknochen (humerus), der Speiche (radius), der Elle (ulna), dem Handwurzelknochen (carpus), der Mittelhand (metacarpus) und den Zehen (digitus).

Das Schulterblatt ist grob dreieckig und die höchst gelegenste Region der vorderen Gliedmaßen.

Ein Kugelgelenk verbindet Oberarmknochen und Schulterblatt, was eine gute Beweglichkeit ermöglicht.

Gegen die populäre Meinung hat das Frettchen ein Schlüsselbein! Jedoch ist das gewöhnlich Knorpel oder nur teilweise verknöchert. Es ist ein ziemlich kleiner, 4-8mm "J"-förmig gestalteter Knochen oder Knorpel-Stange. Wenn eine völlige oder teilweise Verknöcherung vorliegt, dann ist das auf dem Röntgenstrahl deutlich wahrnehmbar. Schlüsselbeine fehlen allen Fleischfressern oder kommen nur verringert vor, um die Brustglied- Beweglichkeit zu vergrößern. Das ist sehr wichtig, weil es den Frettchen leichter macht, sich in dichten Räumen umzudrehen, es erlaubt eine größere Beweglichkeit im Verwenden von den Händen und Armen, ihr Essen zu halten, und der Kreisbogen der Bewegung im Vorderglied wird vergrößert. Dieser letzte Grund ist in einem kurzgliedrigem Wesen wie das Frettchen sehr wichtig, weil es einen größeren Schritt im Laufen berücksichtigt.

Der Oberarmknochen ist länger als das Schulterblatt und verdickt an beiden Enden. Der Kopf am körpernahen Ende ist groß und halbkugelförmig.

Die Speiche ist vergrößert und zum körperfernen Ende abgeflacht und liegt an der Elle an. Die Elle ist auch leicht gebogen und vergrößert an beiden Enden. Die Ellenbogenverbindung ist tief wegen der gut entwickelten Gelenkpfanne.

Die Knochen des Beckengürtels und Hintergliedmaßen

Der Beckenkanal ist die Knochenpassage zwischen dem Kreuzbein und dem Becken.

Der Oberschenkelknochen ist vergleichsweise lang und gerade. Er hat einen großen Kopf auf einem leicht gewinkeltem Nacken und einen großen Vorsprung für den Ansatz der Hüftmuskeln.

Das Knie befindet sich zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein und es ist das komplizierteste Gelenk der hinteren Extremitäten. Die c-förmigen Menisci (scheiben- oder ringförmiger Zwischenknorpel aus Faserknorpel im Knie) dienen der Stabilisierung des Gelenkes. Sie sind mit Oberschenkelknochen und Schienbein und allem anderem  durch verschiedenste Bänder befestigt.

Das Schienbein ist der längste Knochen der hinteren Extremitäten.

Das Wadenbein ist ein schlanker Knochen, der fast so lang ist wie das Schienbein.

Am Fußknöchel (Tarsus) sind sieben Fußknochen. Im speziellen, zwei große proximale (körpernahe) Knochen, ein zentraler (bodenwärts gelegener) Knochen und vier distale (körperferne) Knochen.

Die Ferse (Talus) hat einen Vorsprung (Trochlea), welcher das gesamte Gewicht des Frettchen trägt.

Der Mittelfuß besteht aus fünf Mittelfußknochen, ähnlich der Mittelhand und der erste ist der Kürzeste.

Der erste Zeh ist kurz und hat nur zwei Glieder. Alle anderen Zehen haben drei Glieder. Der dritte und vierte Zeh sind die Längsten.

Hier noch zwei Komplettansichten vom Frettchenskelett.

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